Von den Folgen des Diesel-Skandals sind nicht nur VW-Fahrer betroffen. Durch Fahrverbote können Diesel-Fahrzeuge nur noch eingeschränkt genutzt werden. Und weil Diesel-Fahrzeuge immer unbeliebter werden, sinkt der Wert der Fahrzeuge erheblich. Selbst die Bundesregierung ruft hier zu einer „Flottenerneuerung“ auf. Die alten Diesel sollen also möglichst flächendeckend verkauft und durch Neufahrzeuge ersetzt werden. Schätzungen gehen hier von einem Verlust von 20 Prozent des Fahrzeugwertes aus.

Dieser Wertverlust kann insbesondere bei Autos, die durch Darlehen oder Leasing-Verträge finanziert wurden, dramatische Folgen haben: Der Restwert des Wagens kann eventuell nicht mehr als Sicherheit für das Darlehen ausreichen oder der ursprünglich angenommene Rückkaufwert kann nicht mehr erzielt werden.

Diese Nachteile können durch einen Widerruf der Finanzierung ausgeglichen werden. Ein solcher Widerruf ist auch Jahre nach Abschluss des Kaufvertrags noch möglich, wenn die im Finanzierungsvertrag enthaltene Widerrufsbelehrung fehlerhaft war. Diesen Widerrufsjoker konnten bereits zahllose Verbraucher ausnutzen, um ihre Baufinanzierung günstig abzulösen oder um Konditionen deutlich zu verbessern.

Im Bereich einer Autofinanzierung können Sie im Fall einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung zunächst den Darlehens- oder Leasingvertrag widerrufen. Wenn dieser Vertrag im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Autokauf geschlossen wurde, dann muss nicht nur der Finanzierungsvertrag, sondern auch der Kaufvertrag für das Auto rückabgewickelt werden. Sie geben also Ihren Diesel an den Händler zurück und erhalten das Geld zurück, das Sie bereits im Rahmen der Finanzierung gezahlt haben. Daneben muss unter Umständen ein Ausgleich für die Nutzungsmöglichkeit des Wagens und des Geldes gezahlt werden. Insgesamt ist diese Abwicklung für Kunden deutlich vorteilhafter als eine Fortführung des Vertrags. Hier ein Beispiel:

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit ich den Widerrufs-Joker nutzen kann?

  • Der Kauf muss über einen Darlehensvertrag oder einen Leasingvertrag finanziert worden sein.
  • Sie müssen den Vertrag als Verbraucher (also für eine private Nutzung) geschlossen haben.
  • Der Vertrag muss nach dem 02.11.2002 abgeschlossen worden sein.
  • Die Widerrufsbelehrung muss Fehler aufweisen.
  • Der Darlehensvertrag und der Kaufvertrag müssen im direkten Zusammenhang geschlossen worden sein (zum Beispiel Vertragsschluss direkt bei dem Verkäufer vor Ort)

Wir prüfen für Sie Ihre Unterlagen kostenlos und unverbindlich. Füllen Sie einfach unser unten stehendes Formular aus und fügen den Finanzierungsvertrag bei. Wir prüfen die Unterlagen und teilen Ihnen mit, welche Chancen wir für einen Widerruf sehen. Ebenso teilen wir Ihnen mit, welche Kosten für eine Vertretung durch unser Büro entstehen würden. So können Sie ohne finanzielles Risiko in Ruhe entscheiden, ob ein Widerruf für Sie sinnvoll ist oder nicht.

Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung haben prüfen wir auch gerne, ob diese Kosten übernehmen muss und holen für Sie gegebenenfalls eine Deckungszusage ein.